YOGA - Beate Kunze

Tanja

Die Frage, wie ich mich bewusster bewegen kann, zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Als Jugendliche saß ich jeden Tag im Ruderboot und trainierte mir Leistungsdenken, Härte, Ausdauer und Selbstdisziplin an.

Als sich das „Herzchakra“ schneller zu drehen begann, kehrten sich meine Bedürfnisse um und ich widmete wieder lange Jahre der asiatischen Bewegungskunst des Taijiquan. Bei Meister Xiao Peng lernte ich, den Körper nicht zu benutzen, sondern ihn zu erfühlen. Die Kunst der geschmeidigen Bewegung erforderte völlig andere geistige Qualitäten wie zum Beispiel hohe Konzentrationsfähigkeit, Stille, Mitgefühl und Weichheit.

Als ich mit 30 Jahren die buddhistische Meditationstechnik Vipassana in der Lehre von Saji U Bha King und Goenkaji  entdeckte, verließ ich den chinesischen Bewegungspfad und wechselte zum Yoga. Bei meiner zweijährigen Intensivausbildung zur Yogalehrerin bei „Yoga Vidya“ erschreckte mich der spirituelle Ehrgeiz der Yogis, der mich an meine Jahre im Leistungssport erinnerte. Ich suchte weiter nach meiner Bewegungsform: lernte bei Angela Pfau die Feldenkrais-Methode sehr schätzen, bildete mich in „Touch for Health“ bei  Irmgard Seddig weiter, bis ich endlich zum „TriYogaFlow“ von Kali Ray fand.

Seit einigen Jahren bin ich glückliche Schülerin an der Berliner TriYoga-Akademie von Urvasi Leone, einer der wichtigsten Pionierinnen des „TriYogaFlow“ in Deutschland. Bislang wurde ich in Basics und Level 1 (anerkannt vom BDY) zertifiziert; weitere Levels und ein lebenslanger Übungsweg liegen vor mir. Der Geist von Kali Ray, vermittelt durch Urvasi Leone, trägt auch meine eigene Unterrichtspraxis, in der sich die Lebendigkeit der fließenden Bewegungen mit der achtsamen Stille des Geistes verbinden zu einer „lebendigen Stille“.